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„Himmlisches Wiedersehen. Von Ludwig I. zum Blauen Reiter“ – Diözesanmuseum beleuchtet epochale Umbrüche des 19. Jahrhunderts

Sonderausstellung mit bedeutenden Werken von Overbeck über Stuck bis Kandinsky und Münter

München/Freising, 12. März 2026. Mit bedeutenden Werken von Bertel Thorvaldsen, Peter von Cornelius und Friedrich Overbeck über Gabriel von Max und Franz von Stuck bis Wassily Kandinsky und Gabriele Münter widmet sich die neue Sonderausstellung des Diözesanmuseums Freising „Himmlisches Wiedersehen. Von Ludwig I. zum Blauen Reiter“ epochalen Umbrüchen in politisch, religiös und kulturell unruhigen Zeiten. Die Schau, die von Dienstag, 17. März, an auf dem Freisinger Domberg zu sehen ist, nimmt ihren Anfang nach Napoleon und Säkularisation, in Zeiten staatlicher und gesellschaftlicher Neuordnung, als Identitäten zunehmend ins Rutschen geraten. Im von widerstreitenden Entwicklungen, einer vibrierenden Vielfalt und Ungleichzeitigkeiten geprägten „langen“ 19. Jahrhundert macht die Ausstellung Herausforderungen und Spannungen zwischen Glauben und Zweifel, Ordnung und Verführung, Tradition und Moderne sichtbar. Dabei scheinen in mancher Hinsicht Parallelen zur Gegenwart auf.   

Die Ausstellung setzt ein mit dem Jahr 1825, als Ludwig I. sein Amt als bayerischer König antritt, getragen von der Idee des Gottesgnadentums und der Vision, Kunst, Glauben und Staat zu einer harmonischen Einheit zu fügen. Bilder sollen ordnen, trösten, legitimieren. Zugleich wird München zum Sehnsuchtsort für Kunst, Literatur und Wissenschaft, und auch für Frauen, die beginnen, um Bildung und Sichtbarkeit zu kämpfen. Viele Zeitgenossen erwarten den Siegeszug von Rationalität und Technik; andererseits ist das Bedürfnis nach Transzendenz groß. Die daraus entstehende Unsicherheit sucht sich ihre Ventile: in Bildern von dogmatischer Frömmigkeit über subtile Erotik bis hin zum schonungslosen Realismus. Es folgen aufeinander Revolten und Restauration, Ultramontanismus und Kulturkampf ebenso wie Demokratisierung und der tastende Beginn der Moderne. Die Schau spannt den Bogen bis 1925, als Papst Pius XI. das Christkönigsfest einführte, das nicht nur eine Reaktion auf den Laizismus darstellte, sondern sich auch zu einem Kontrapunkt zum aufkommenden politischen Führerkult entwickeln sollte.

In den ausgestellten Kunstwerken zeigt sich die Suche der Menschen nach Wahrheit in Zeiten großer Verunsicherung. Der Fokus der Schau liegt dabei insbesondere auf der Frage, wie sich christliche Bildwelten veränderten, wer oder was diese beeinflusste und welche Diskurse um die „wahre christliche Kunst“ geführt wurden. So pluralistisch die Gesellschaft sich entwickelte, so vielfältig sind die Antworten. Von der Bewegung der romantisch-religiösen Nazarener bis zu den Künstlerinnen und Künstlern des Blauen Reiter, die auch religiöse Bildformen und Volkskunst aufgreifen – allerdings nicht als Bekenntnis, sondern als Möglichkeit, neue Wege der Spiritualität zu erkunden.

Die Ausstellung versammelt mehr als 130 Werke aus Privatsammlungen und von renommierten Leihgebern, unter anderem der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, des Münchner Stadtmuseums, von Museen in Berlin, Bremen, Leipzig oder Palermo sowie von Kirchenstiftungen aus dem Erzbistums München und Freising wie St. Ludwig in der Maxvorstadt in München oder Mariahilf in der Münchner Au. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Vorträgen, Workshops und Konzerten begleitet, zudem gibt es spezielle Programmangebote für Schulen mit lehrplanrelevanten Themen. (ck)

Hinweise:

Die Sonderausstellung „Himmlisches Wiedersehen. Von Ludwig I. bis zum Blauen Reiter“ im Diözesanmuseum Freising läuft von 17. März bis 26. Juli 2026 und kann täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr besucht werden. Zur Ausstellung erscheint der Katalog „Himmlisches Wiedersehen. Von Ludwig I. zum Blauen Reiter“, herausgegeben von Christoph Kürzeder, Steffen Mensch und Carmen Roll; 280 Seiten, Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2026. Daneben wird ein von Schauspieler Axel Milberg eingesprochener Audioguide angeboten. Cokuratiert wurde die Schau von Gabriele Koller und Annegret Hoberg.

Journalistinnen und Journalisten melden sich für das Pressegespräch am 12. März und gegebenenfalls die nicht öffentliche Ausstellungseröffnung mit Weihbischof Wolfgang Bischof und Staatsminister Florian Herrmann am Sontag, 15. März, um 15 Uhr bitte per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de oder unter Telefon 089/2137-1263 an.

Pressefotos zum Download

Copyright: 

  1. Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Foto: Renate Kühling
  2. Benediktinerabtei St. Bonifaz München
  3. bpk / Museum Georg Schäfer Schweinfurt
  4. bpk / Bayerische Staatsgemäldesammlungen
  5. Diözesanmuseum Freising / Foto: Michael Hopf
  6. bpk / Museum der bildenden Künste, Leipzig / Foto: Michael Ehritt
  7. Civica Galleria d'Arte Moderna „Empedocle Restivo“, Palermo
  8. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Gabriele Münter Stiftung 1957 
  9. Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv
  10. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Gabriele Münter Stiftung 1957
  11. Foto: Privat
  12. Erzabtei St. Martin zu Beuron
Weiße Büste eines Mannes mit lockigem Haar, Schnurrbart und Gewand auf Sockel.
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1. Ludwig von Bayern als Kronprinz 1821 von Bertel Thorvaldsen

Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Foto: Renate Kühling

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Gemälde eines Mannes mit lockigem Haar und dunkler Kleidung vor dunklem Hintergrund.
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2. Clemens Brentano (Ehrenbreitstein bei Koblenz 1778–1842 Aschaffenburg) um 1837 von Emilie Linder

Benediktinerabtei St. Bonifaz München

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Rundes Gemälde: Maria mit Heiligenschein beugt sich über liegendes Kind, daneben Kind mit Stab vor Landschaft.
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3. Die Madonna mit dem von der Passion von Johann Friedrich Overbeck

bpk / Museum Georg Schäfer Schweinfurt

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Gemälde mit Engelsfigur auf Stein und drei Frauen mit Gefäßen vor Landschaft.
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4. Die drei Marien am Grabe um 1815/22 Peter von Cornelius

bpk / Bayerische Staatsgemäldesammlungen

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Gemälde: Weinende junge Frau kniet im Wald zwischen Bäumen, im Hintergrund Prozession mit Fahnen.
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5. Die verlorene Unschuld um 1825/30 Moritz von Schwind

Michael Hopf / DIMU

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Gemälde: Sitzende Jesusfigur im Raum reicht Kindern die Hände, umgeben von Erwachsenen und weiteren Kindern.
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6. Lasset die Kindlein zu mir kommen 1884 von Fritz von Uhde

Michael Ehritt/ bpk / Museum der bildenden Künste, Leipzig

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Gerahmtes Gemälde: stehende Person mit entblößtem Oberkörper und Schlange über den Schultern, unten im Rahmen Schriftzug Die Sünde.
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7. Die Sünde vor 1909 Franz von Stuck

Civica Galleria d'Arte Moderna „Empedocle Restivo“, Palermo

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Farbiger Holzschnitt: Reiter auf Pferd in Blau und Schwarz, daneben Schrift: Alma = Nach Der Blaue Reiter.
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8. Farbholzschnitt für den Almanach Der Blaue Reiter 1911 von Wassily Kandinsky

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Gabriele Münter Stiftung 1957

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Farbiges Bild mit stilisierten Personen und Formen in Rot, Gelb, Blau und Grün auf hellem Hintergrund.
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9. Allerheiligen 1911 von Wassily Kandinsky

Schloßmuseum Murnau, Bildarchiv

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Farbiges Bild Geburt der Pferde von Franz Marc, mit abstrahierten Tierkörpern und Linien in Schwarz, Rot, Grün und Braun auf hellem Hintergrund.
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10. Geburt der Pferde 1913 von Franz Marc

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Gabriele Münter Stiftung 1957

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Farbiges Gemälde: Frau in Schwarz kniet vor Wegekreuz mit gekreuzigtem Jesus in Landschaft mit Hügeln und Bergen.
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11. Kruzifix in der Landschaft 1909 von Marianne von Werefkin

privat

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Gemälde eines Mannes mit grünem Gesicht und dunklem Gewand vor gelbem Hintergrund mit farbigen Formen.
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12. Selbstbildnis als Malermönch 1907/08 von Willibrord Verkade OSB

Erzabtei St. Martin zu Beuron

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Abteilung Nachrichten & Resonanz - Newsroom 2

Leitung: Dr. Christoph Kappes

Kapellenstraße 4

80333 München

089 2137-1263
089 2137-271478