München, 3. Juli 2026. Christoph Klingan, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising und zuständig für die Seelsorgsregion München, würdigt die langjährige Vorsitzende des Katholikenrats der Region München, Hiltrud Schönheit, und dankt ihr für ihr Engagement. Nach zwölf Jahren im Vorstand des Katholikenrats, davon acht Jahre als Vorsitzende, tritt Schönheit bei der Neuwahl des Vorstands am Freitag, 3. Juli, aus familiären Gründen nicht erneut an und zieht sich aus dem Gremium zurück.
Schönheit habe als Katholikenratsvorsitzende das kirchliche Leben in München „mit großem persönlichem Einsatz“ mitgestaltet und sei stets „konstruktiv-kritisch“ gewesen „im Bemühen um Fortentwicklung und strukturelle Veränderungen in der Kirche, motiviert von unserem großen gemeinsamen Ziel, die frohe Botschaft Jesu Christi in unserer Zeit glaubhaft zu verkünden“, sagt Klingan laut Manuskript bei Schönheits Verabschiedung im Rahmen der Vollversammlung des Katholikenrats am Freitagabend in München.
Schönheit sei über viele Jahre „sehr präsent“ und ein prägendes Gesicht des Laienkatholizismus in der Seelsorgsregion gewesen, insbesondere in der Stadt München, so Generalvikar Klingan. Ihr Engagement sei „nicht nur binnenkirchlich angelegt, sondern ökumenisch, interreligiös und gesellschaftspolitisch. Eine Kirche, die in die Gesellschaft hineinwirkt und die Werte des Evangeliums vertritt, war ihr Anspruch“, sagt Klingan über Schönheit, die auch auszeichne, „bei Differenzen in der Sache dialogbereit zu bleiben; etwas, das gerade in unserer Zeit so wichtig ist“. Abschließend dankte Klingan Schönheit für ihr engagiertes Wirken als Vorsitzende des Katholikenrats und das „synodale Miteinander“, das er als Vertreter der Erzdiözese sehr schätze.
Der Katholikenrat der Region München ist die höchste Vertretung der Laien in der Seelsorgsregion München der Erzdiözese München und Freising und setzt sich zusammen aus Delegierten der Dekanatsräte, der muttersprachigen Gemeinden, der katholischen Verbände und Gemeinschaften des Laienapostolats, zudem Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, Berufsgruppen und Ordensgemeinschaften sowie hinzugewählten Personen des öffentlichen Lebens. Die Mitglieder treffen sich jeweils im Frühjahr und im Herbst zu Vollversammlungen.
Das Laiengremium bezieht Stellung zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, beschäftigte sich in den vergangenen vier Jahren etwa intensiv mit bildungspolitischen Fragestellungen oder dem veränderten Kommunikationsverhalten in Kultur und Gesellschaft. Zudem begleitet das Gremium kirchliche Entwicklungen und Neuorganisationsprozesse, etwa die Dekanatsreform. Der Katholikenrat wirkt bei Gottesdiensten und Veranstaltungen mit, zum Beispiel beim Bennofest, der Fronleichnamsprozession und der Andacht im Mai in der Bürgersaalkirche. Darüber hinaus dient das Gremium der Vernetzung innerhalb der Kirche und in die Stadtgesellschaft hinein. Jährlich verleiht der Katholikenrat die Pater-Rupert-Mayer-Medaille für herausragenden Einsatz aus christlicher Verantwortung. (glx)