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Zahl der Katholiken geht weiter leicht zurück

Rund 9 Prozent weniger Kirchenaustritte in der Erzdiözese als im Vorjahr Deutliche Zunahme bei den Erwachsenentaufen, Eintritten und Wiederaufnahmen

München, 16. März 2026. Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum München und Freising geht weiter leicht zurück. Zum 31. Dezember 2025 lebten dort 1.378.736 Katholikinnen und Katholiken, 36.741 oder 2,6 Prozent weniger als im Jahr 2024. 25.149 Menschen traten 2025 auf dem Gebiet des Erzbistums aus der Katholischen Kirche aus, 2.326 Austritte (8,5 Prozent) weniger als im Jahr 2024. Insgesamt waren rund 35,6 Prozent der im Erzbistum lebenden Menschen katholisch, in der Landeshauptstadt München beträgt der Anteil der katholischen Wohnbevölkerung noch 24 Prozent. Das geht aus den „Eckdaten des kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands 2025“ hervor, die am Montag, 16. März, durch die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht wurden. 

Positiv entwickelten sich in der Erzdiözese München und Freising die Zahlen der Erwachsenentaufen, der Eintritte und Wiederaufnahmen. 164 Frauen und Männer ab 14 Jahren empfingen 2025 in der Erzdiözese das Sakrament der Taufe, eine deutliche Zunahme nach 93 im Jahr 2024 und 92 im Jahr 2023. 2025 traten 145 Frauen und Männer aus anderen christlichen Gemeinschaften der katholischen Kirche bei, das waren 20 und damit 16 Prozent mehr als im Vorjahr. 559 Wiederaufnahmen bedeuten einen Anstieg von 54 Gläubigen gegenüber dem Vorjahr, ein Plus von 10,7 Prozent. Stabil blieb die Zahl der Erstkommunionen: Sie lag 2025 bei 13.100 und damit um 106 Kinder (minus 0,8 Prozent) unter dem Vorjahresniveau, das entspricht 92,5 Prozent der katholischen Kinder in der dritten Jahrgangsstufe (2024: 91,4 Prozent). 

„Die Zahl der Kirchenaustritte im Erzbistum ist immer noch hoch. Das schmerzt uns, und wir bedauern es sehr. Allerdings ist auch festzuhalten, dass die Zahl der Austritte weiter zurückgegangen ist und deutlich unterhalb der Zahlen des Jahres 2022 mit damals rund 49.000 Austritten liegt“, erklärt der Generalvikar der Erzdiözese München und Freising, Christoph Klingan: „Zuversichtlich stimmt mich die deutliche Zunahme bei den Erwachsenentaufen in unserem Erzbistum, die sich nach dem vergangenen auch für dieses Jahr abzeichnet. Das zeigt, dass es nach wie vor Menschen gibt, die sich neu ansprechen lassen von der Verkündigung des Evangeliums und die zur Gemeinschaft der Kirche gehören wollen. Ich bin überzeugt, dass wir nicht nur eine sehr starke Botschaft, sondern auch gute Angebote haben, mit denen wir für die Menschen da sein wollen, ihnen Halt und Orientierung geben können, zumal in diesen krisenhaften Zeiten.“ Die leicht positiven Tendenzen der Kirchenstatistik würden die Erzdiözese darin bestärken, führt Klingan weiter aus, in ihrem Engagement nicht nachzulassen, Menschen neu für den christlichen Glauben und die Gemeinschaft der Kirche zu begeistern.    

Leicht zurückgegangen ist laut Statistik zwar die absolute Zahl der Gottesdienstbesucher. Durchschnittlich 105.482 Katholikinnen und Katholiken nahmen 2025 in der Erzdiözese an einem Sonntagsgottesdienst teil, rund 2,2 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Der relative Anteil der Gottesdienstteilnehmer, bezogen auf die Katholikenzahl, betrug jedoch 7,7 Prozent und ist damit höher als 2024 mit 7,6 Prozent und 2023 mit 7,2 Prozent. Im Laufe des Jahres 2025 fanden in der Erzdiözese 1.700 Trauungen statt, 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Zurückgegangen ist auch die Zahl der Taufen insgesamt: Im Jahr 2025 wurden 9.557 und damit 402 Taufen weniger gespendet als im Vorjahr (minus 4 Prozent). Stabil blieb die Zahl der Firmungen: 2025 gab es 10.605 Firmungen und damit absolut 207 weniger (minus 1,9 Prozent) als 2024. Die Firmquote betrug 72,9 Prozent und verhält sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls stabil (2024: 71,3 Prozent). (hor)

Hinweis: 
Die „Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands 2025“ stehen unter www.dbk.de zur Verfügung. Weitere Daten finden sich dort unter der Rubrik „Zahlen und Fakten“.

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