Hans Meier inmitten einer Zuhörerschaft.
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Hans Maier war von 1976 bis 1988 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Erzbistum trauert um Hans Maier

Er war Brückenbauer zwischen Kirche, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft: Hans Maier ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Kardinal Reinhard Marx würdigt den ehemaligen Bayerischen Kultusminister und ZdK-Präsidenten: „Mit seinem Wort und seinem persönlichen Zeugnis hat er vielen Menschen Orientierung, Ermutigung und geistliche Impulse geschenkt.“

Im Alter von 94 Jahren ist Hans Maier am 8. Juni 2026 in München gestorben. Mit dem früheren Bayerischen Kultusminister und ehemaligen Präsidenten des Zentralkomitees der Katholiken verliert die Gesellschaft nach Ansicht von Kardinal Reinhard Marx einen wichtigen Brückenbauer. 

Maier wurde am 18. Juni 1931 in Freiburg im Breisgau geboren. Er war von 1970 bis 1986 Bayerischer Kultusminister und ab 1988 bis 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Von 1976 bis 1988 war der engagierte Katholik außerdem Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Kardinal Reinhard Marx würdigt Hans Maier: „Mit großer Dankbarkeit und hoher Anerkennung blicken die Erzdiözese München und Freising, die Freisinger Bischofskonferenz und auch ich ganz persönlich auf das langjährige und segensreiche Wirken von Professor Dr. Hans Maier in Kirche und Gesellschaft. Über viele Jahrzehnte hinweg hat er mit geistiger Klarheit, persönlicher Glaubenstreue und verantwortungsbewusstem Engagement Zeugnis gegeben für die Kraft des christlichen Glaubens in unserer Zeit.

Sein Wirken war stets getragen von der Überzeugung, dass der Glaube nicht auf den privaten Bereich beschränkt bleibt, sondern Verantwortung für das Gemeinwohl, für Kultur und für das gesellschaftliche Miteinander begründet. In diesem Geist hat Professor Maier in vielfältiger Weise am öffentlichen Diskurs teilgenommen, auch in seinen verantwortungsvollen politischen Ämtern, und zugleich Brücken zwischen Kirche, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gebaut.

Mit seinem Wort und seinem persönlichen Zeugnis hat er vielen Menschen Orientierung, Ermutigung und geistliche Impulse geschenkt. Sein Dienst war geprägt von tiefer Verbundenheit mit der katholischen Tradition und von der Bereitschaft, Verantwortung aus dem Glauben heraus zu übernehmen. Sein Wirken hat weit über die Grenzen unseres Erzbistums und Bayerns hinaus reiche Frucht getragen. Jede persönliche Begegnung mit ihm war für mich eine Bereicherung. Möge Hans Maier nun in Gottes ewigen Frieden eingehen.“ (ps/ra)