Ein Dutzend Männer und Frauen stehen auf einem Sandboden vor einem rostfarbenen Turm und halten rosafarbene Taschen mit dem Buchstaben "V" in den Händen.
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Das „V“ steht für den Namen der Skulptur: „SICHTUNG V“.

Skulptur „SICHTUNG V“ eröffnet neue Perspektiven auf Freiham

Am 4. Oktober ist die Skulptur „SICHTUNG V“ feierlich eröffnet worden. Die mehr als 32 Meter hohe, begehbare Metallskulptur im Münchner Neubaugebiet Freiham lädt Bewohnerinnen und Bewohner sowie alle Interessierten ein, sich mit der pastoralen und sozialen Zukunft des entstehenden Stadtteils auseinanderzusetzen.
Auf einer Wiese im Sonnenschein sitzen Menschen an Biertischen und unter einem Sonnenschirm. Im Hintergrund ragt ein großer rötlich-metallener eckiger Turm mit Fensterluken in den Himmel.
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Bei wunderbarem Spätsommerwetter wurde die Skulptur eröffnet.

München-Freiham. Hier entsteht ein neuer Stadtteil, in dem künftig 25.000 Menschen leben werden. Bereits jetzt steht dort unübersehbar eine 32 Meter hohe, begehbare Metallskulptur. Die „SICHTUNG V“ lädt seit dem 4. Oktober alle Bewohnerinnen und Bewohner und Interessierten ein, sich mit der pastoralen und sozialen Zukunft des entstehenden Stadtteils auseinanderzusetzen. Ab jetzt ist die Skulptur in der Albert-Camus-Straße, Ecke Golo-Mann-Weg für ein Jahr im Rahmen von Führungen ehrenamtlicher Guides zugänglich.

Bei der feierlichen Eröffnung auf dem Areal der Erzdiözese sprachen neben Generalvikar Christoph Klingan, der die Menschen segnete, die zum Betrachten des Kunstwerks gekommen waren, das Künstlerduo Hildegard Rasthofer und Christian Neumaier, die die modulare und transportable Raum- und Klanginstallation geschaffen haben, Johannes van Kruijsbergen, Pastoralreferent aus dem Pfarrverband München West, und Regine Zisch, Sozialraumreferentin im Dekanat München Süd-West. 

Ein Mann bläst die Trompete in einem Fenster eines rostfarbenen Turms.
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Musikalische Einlage in großer Höhe.

Die Erzdiözese will mit der Skulptur „SICHTUNG V“, die unter anderem durch Mittel des Vereins Ausstellungshaus für christliche Kunst München ermöglicht wurde, in einen Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über ihre sozialen und religiösen Bedürfnisse, ihre Beziehungen zueinander und ihr Leben im Neubauviertel treten. 

Die „SICHTUNG“, die bereits an verschiedenen Standorten zu sehen war, besteht aus mehreren übereinander gestapelten Stahlquadern. Die Stufen der innenliegenden Treppe klingen beim Begehen; Fensteröffnungen in den Stockwerken ermöglichen auf verschiedenen Höhen immer neue Perspektiven auf das Neubaugebiet, die benachbarten Viertel und die umliegende Landschaft.

Für Generalvikar Klingan ist die Skulptur „ein Statement, das die Verantwortlichen des Pfarrverbands München West und wir als Erzdiözese München und Freising bewusst setzen: Wir sichten, gemeinsam mit den hier lebenden Menschen, wir schauen, auf das, was da ist, und entwickeln etwas. Dafür lassen wir es auch zu, dass zunächst tatsächlich noch überwiegend 'Wiesn' ist. Raum zum Gestalten, Säen und Wachsen lassen.“

Im Hintergrund stehen vier Neubaublöcke. Auf dem Rasen davor stehen Menschen. Generalvikar Christoph Klingan segnet mit einem Weihwasserwedel die Zuschauenden.
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Ein Segen für die Zuschauenden: Generalvikar Christoph Klingan wollte explizit nicht nur das Kunstwerk segnen.

Man habe als Kirche entschieden, nicht gleich einen Kirchenbau und ein Pfarrheim zu bauen, sondern zu schauen, was an diesem Ort gebraucht werde, wie mit der Zeit etwas entstehen könne an Gebäude und Versammlungsmöglichkeit, die den Menschen dienten. (fho/ra)

Veranstaltungen rund um die Skulptur

Für die kommenden Monate planen der Pfarrverband München West sowie die Kunst- und die Stadtpastoral der Erzdiözese München und Freising eine Reihe von pastoralen und kulturellen Veranstaltungen rund um die „SICHTUNG V“. 

Am Samstag, 10. Oktober, lädt die Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising Besucherinnen und Besucher um 16 Uhr zur Intervention „Streufeld“ des Künstlers Lukas Kindermann ein. Sie dürfen die auf dem Gelände verstreuten echten Meteoriten selbst suchen und behalten. Grafisch gestaltete Zertifikate und der Künstler selbst erklären Hintergründe zum erdgeschichtlichen und existentiellen Phänomen der Meteoriten.

Am Donnerstag, 15. Oktober, um 17 Uhr ist eine performative Lesung unter dem Titel „Dreizehnmal Raumzeit sehen“ zu erleben, bei der Ruth Geiersberger die Kurzgeschichte „Thirteen Ways of Looking at Space/Time“ von Catherynne M. Valente in der Skulptur vorliest und dazu tönt. Judith Neunhäuserer begleitet die Darbietung mit einer bildnerischen Intervention.

Für November und Dezember sind Veranstaltungen zu St. Martin und im Advent geplant.