PFARRVERBAND PARTENKIRCHEN-FARCHANT-OBERAU

Pfarrgasse 2, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Telelefon: 08821-9670080, E-Mail: Maria-Himmelfahrt.Partenkirchen@ebmuc.de

Wallfahrtskirche St. Anton

St. Anton
St. Anton 1
82467 Garmisch-Partenkirchen
Tel.: 08821-96700-90

E-Mail: gap@franziskaner.de
Homepage: www.st-anton-partenkirchen.de

Alle Gottesdienste in der Wallfahrtskirche
St. Anton finden Sie in der Gottesdienstordnung
des Pfarrverbandes.
Die erste St. Antonius - Kapelle war hier im 17. Jahrh. von den Vettern Jakob und Johann Lidl gestiftet worden.

Im spanischen Erbfolgekrieg blieb Partenkirchen trotz der Kriegsgeschehnisse bei Oberau von größeren Schäden verschont:
"Der ganz erzörnte Feind sich bald in Freind verkehret, auf dich, Antonius, da Parttenkirch vertrauet, Du nahmst es in dein Schutz, dein Vorbitt Gott gewähret, darum die Dankbarkeit dir dieses Kirchlein bauet. Anno 1704."
So steht’s auf dem Stifterbild, das auch die vier Stifter Christioph Perwein, Elias Gröber, Johann Schmauntz Schmidt und Jakob Lidl zeigt. Dieses neue Kirchlein wurde 1708 vom Freisinger Fürstbischof eingeweiht.

Neben der ersten Kapelle und dem Kirchlein stand eine Klause, die von 1703 - 1736 vom Bruder Peter Paul Beyrl, dann von Benedikt Göbl und schließlich von Johann Silcher bewohnt war. Johann Silcher musste mit der Aufklärungsperiode seine Klause verlassen und starb 1831 im Armenhaus.
In der Klause wurde dann über 100 Jahre lang für die Kapellenbesucher eine Kaffeewirtschaft "Beim Antoniker" betrieben, bevor das Anwesen an Prof. Wackerle verkauft wurde.

Anton
Etwa 1740 wurde das Kirchlein durch Pfarrer Dr. Matthias Samweber erweitert. Josef Schmutzer war der Baumeister und Stukkateur. Zwei neue Altäre und ein neuer Hochaltar mit dem Litterini zugeschriebenen Antoniusbild sowie das prachtvolle Fresko von Johann Evangelist Holzer wurden damals geschaffen. Gleichzeitig entstand neben der Kirche (heutiger Klosterbau) ein Priesterhaus in dem von 1822 - 1872 eine Lateinschule eingerichtet war.

Die letzte Renovierung (Anstriche, Altar, Boden, Heizung, ..) konnte mit einem feierlichen Pontifikalamt mit unserem Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter am 14. 11. 1998 abgeschlossen werden.

Zum Betrachten der Kapelle und insbesondere des Freskos darf an die Worte Papst Johannes Paul II, die er bei seinem Deutschlandbesuch 1980 im Herkulessaal in München gesprochen hat, erinnert werden:
"Der Glaube wendet sich nicht nur an das Hören, sondern auch an das Sehen, an die beiden Grundvermögen des Menschen. Der Kirche und der Kunst geht es um den Menschen, um sein Bild, um seine Wahrheit, um seine Befreiung aus fremder Knechtschaft."

In einem Rundgang steht immer der Mensch vor uns, und über ihm der Mensch Antonius, der gute Fürsprecher, um alle und alles hinaufzutragen in die heimholenden Hände des Gotteskindes, des Herrn der Welt.