Liturgiekalender

Der Liturgiekalender für die Erzdiözese München und Freising verzeichnet die für die tägliche Messfeier vorgesehenen Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament. Hier finden Sie die Lesungen des Tages auf einen Klick.

10. Woche im Jahreskreis

1. Lesung

2 Kor 3,4-11

Schwestern und Brüder! Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott. Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott. Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.
Wenn aber schon der Dienst des Todes, dessen Buchstaben in Stein gemeißelt waren, so herrlich war, dass die Israeliten das Gesicht des Mose nicht anschauen konnten, weil es eine Herrlichkeit ausstrahlte, die doch vergänglich war, wie sollte da der Dienst des Geistes nicht viel herrlicher sein?
Denn wenn schon der Dienst der Verurteilung herrlich war, so ist der Dienst der Gerechtigkeit noch viel herrlicher. Eigentlich ist das Verherrlichte nämlich in diesem Fall gar nicht verherrlicht angesichts der überragenden Herrlichkeit. Wenn nämlich schon das Vergängliche in Herrlichkeit erschien: Die Herrlichkeit des Bleibenden wird es überstrahlen.

Antwortpsalm

Ps 99 (98),4b-5.6-7.8-9 (R: vgl. 9c)

Du bist es, der die Ordnung gegründet hat.  Recht und Gerechtigkeit in Jakob hast du bewirkt. Erhebt den HERRN, unsern Gott, / werft euch nieder am Schemel seiner Füße!  Er ist heilig! - (Kv)
Mose und Aaron sind unter seinen Priestern, / Sámuel unter denen, die seinen Namen anrufen.  Sie riefen zum HERRN und er gab ihnen Antwort. Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen, / sie hielten seine Gebote  und die Satzung, die er ihnen gegeben. - (Kv)
HERR, unser Gott, du gabst ihnen Antwort. / Du warst ihnen ein vergebender Gott,  doch ihre Vergehen hast du vergolten. Erhebt den HERRN, unsern Gott, / werft euch nieder an seinem heiligen Berg!  Denn der HERR, unser Gott, ist heilig! - Kv

Evangelium

Mt 5,17-19

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.