Der Tod eines Menschen berührt die Grundfragen des Lebens. Für die Angehörigen beginnt eine schwere, intensive Zeit. Mit dem Ziel, Menschen zu gewinnen, die in dieser Phase im Auftrag der Kirche präsent sind und den Betroffenen zur Seite stehen, bietet die Erzdiözese die „Ausbildung Ehrenamtlicher für den Begräbnisdienst“ an.
Gesucht sind Menschen, die bereit sind, sich für andere zu engagieren, ihnen beizustehen und den Angehörigen einen würdigen Abschied von den Verstorbenen zu ermöglichen. Es geht um einen Dienst für die Menschen, der von Herzen kommt und berührt.
Der Dienst beinhaltet:
Die Ehrenamtlichen sollten für den Dienst mitbringen:
Die Ehrenamtlichen erhalten in enger Abstimmung mit der Heimatpfarrei, die den Bedarf für einen solchen Begräbnisdienst hat, eine erfahrene Seelsorgerin oder einen erfahrenen Seelsorger als Tutorin oder Tutor zur Seite gestellt. Dadurch wird vor Beginn der Ausbildung die Eignung bestätigt und eine zukünftige Begleitung sichergestellt. Der Kurs besteht aus sechs Lernmodulen mit insgesamt 120 Wochenstunden, von denen je nach Vorkenntnissen und Qualifizierungen nicht alle belegt werden müssen. Sie finden grundsätzlich in Präsenz statt, können je nach Bedarf und Absprache zum Teil aber auch online besucht werden. Den Ehrenamtlichen werden eine tragfähige theologische Grundlage sowie liturgische und homiletische, die Predigt betreffende Kenntnisse vermittelt. Sie erwerben darüber hinaus psychologische und kommunikative Kompetenzen und erhalten praktische Einblicke in die Gespräche mit Trauernden und in die Abläufe eines Begräbnisses.
In Begleitgruppen, die sich im Rahmen der Ausbildung regelmäßig treffen werden, können sich die Ehrenamtlichen über den Stand der Ausbildung, die Inhalte und aktuellen Herausforderungen austauschen und gegenseitig unterstützen.
Die Prüfung am Ende der Ausbildung besteht aus:
Nach erfolgreich bestandener Prüfung erhalten die Ehrenamtlichen die bischöfliche Beauftragung zur ehrenamtlichen Begräbnisleiterin oder zum ehrenamtlichen Begräbnisleiter.
Die Ausbildung ist für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos.
Modul 2 – Trauer und Trauerprozesse:
5. März 2027 (Teil 1) / 12. März 2027 (Teil 2)
Haus am Ostfriedhof (je 14 bis 20 Uhr)
Leitung: Fachbereich Hospiz, Palliativ und Trauer (Claudia Zierer, Walter Hechenberger)
Modul 3 – Kommunikation
16. April 2027 (Teil 1) / 23. April 2027 (Teil 2)
Haus am Ostfriedhof (je 14 – 20 Uhr)
Leitung: Team Pastoralpsychologie (Harald Petersen)
Modul 4 – Trauergespräch
30. April 2027 (Teil 1) / 7. Mai 2027 (Teil 2)
Haus am Ostfriedhof (je 14 – 20 Uhr)
Leitung: Fachbereich Hospiz, Palliativ und Trauer (Claudia Zierer, Walter Hechenberger)
Team Pastoralpsychologie (Harald Petersen)
Wer sich für den ehrenamtlichen Begräbnisdienst interessiert, wendet sich zunächst an die eigene Pfarrei vor Ort. Diese wird sich mit den zuständigen Fachstellen im Erzbischöflichen Ordinariat in Verbindung setzen und alles Weitere in die Wege leiten.