Liturgiekalender

Der Liturgiekalender für die Erzdiözese München und Freising verzeichnet die für die tägliche Messfeier vorgesehenen Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament. Hier finden Sie die Lesungen des Tages auf einen Klick.

Hl. Bernhard von Clairvaux

1. Lesung

Rut 1,1.3-6.14b-16.22

Zu der Zeit, als die Richter regierten, kam eine Hungersnot über das Land. Da zog ein Mann mit seiner Frau Nóomi und seinen beiden Söhnen aus Betlehem in Juda fort, um sich als Fremder im Grünland Moabs niederzulassen. Der Mann Nóomis starb und sie blieb mit ihren beiden Söhnen zurück. Diese nahmen sich moabítische Frauen, Orpa und Rut, und so wohnten sie dort etwa zehn Jahre lang. Dann starben auch die beiden Söhne und Nóomi blieb allein, ohne ihren Mann und ohne ihre beiden Söhne.
Da brach sie mit ihren Schwiegertöchtern auf, um aus dem Grünland Moabs heimzukehren; denn sie hatte dort gehört, der HERR habe sich seines Volkes angenommen und ihm Brot gegeben.
Orpa gab ihrer Schwiegermutter den Abschiedskuss, während Rut nicht von ihr ließ. Nóomi sagte: Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Folge ihr doch!
Rut antwortete: Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren! Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.
So kehrte Nóomi mit Rut, ihrer moabítischen Schwiegertochter, aus dem Grünland Moabs heim. Zu Beginn der Gerstenernte kamen sie in Betlehem an.

Antwortpsalm

Ps 146 (145),2 u. 5.6-7.8-9a.9b-10 (R: 1)

Ich will den HERRN loben in meinem Leben,  meinem Gott singen und spielen, solange ich da bin. Selig, wer den Gott Jakobs als Hilfe hat,  wer seine Hoffnung auf den HERRN, seinen Gott, setzt. - (Kv)
Der HERR ist es, der Himmel und Erde erschafft, / das Meer und alles, was in ihm ist.  Er hält die Treue auf ewig. Recht schafft er den Unterdrückten, / Brot gibt er den Hungernden,  der HERR befreit die Gefangenen. - (Kv)
Der HERR öffnet die Augen der Blinden,  der HERR richtet auf die Gebeugten, der HERR liebt die Gerechten.  Der HERR beschützt die Fremden. - (Kv)
Er hilft auf den Waisen und Witwen,  doch den Weg der Frevler krümmt er. Der HERR ist König auf ewig,  dein Gott, Zion, durch alle Geschlechter. - Kv

Evangelium

Mt 22,34-40

In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie am selben Ort zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn versuchen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.