Kardinal Reinhard Marx ist bestürzt über den Tod des stellvertretenden Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern und Bayerischen Staatsministers für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger: „Der plötzliche und unerwartete Tod von Hubert Aiwanger hat mich – wie so viele Menschen in Bayern und darüber hinaus – sehr betroffen gemacht.“
Der Freie-Wähler-Chef war laut Marx „ein Ausnahmepolitiker, ein durch und durch politischer Mensch, der sich mit Leidenschaft für seine Überzeugungen eingesetzt hat. Er war meinungsstark und suchte die öffentliche Debatte. Dass er damit anecken konnte, nahm er in Kauf, aber er hat sich in der politischen Öffentlichkeit vor allem nicht verbiegen lassen.“ Aiwanger habe sich „auf der Grundlage eines festen Wertefundaments“ engagiert und „aus der Überzeugung heraus, nah an den Menschen zu sein, für die er Politik machte“, so Marx.
Mit seinem politischen Wirken habe Aiwanger „nicht nur nachhaltige Spuren hinterlassen. Er hat Bayern und seine politische Landschaft geprägt und auch verändert“, sagt der Kardinal. Für die Kirche sei der stellvertretende bayerische Ministerpräsident „ein geschätzter Partner und ein kritischer Begleiter“ gewesen: „Für die Begegnungen, die ich mit Hubert Aiwanger hatte, und seine kirchliche Verbundenheit bin ich sehr dankbar.“ Seine Anteilnahme gelte den Angehörigen, die er zusammen mit dem Verstorbenen in sein Gebet einschließe. (ps)