Erzdiözese startet Ausbildung Ehrenamtlicher für Begräbnisdienst

Qualifizierte Mitwirkung richtet sich nach Bedarf vor Ort / Modulare Kurseinheiten

München, 4. November 2026. Die Erzdiözese München und Freising bietet eine neue Ausbildung für Ehrenamtliche zur Gestaltung des Begräbnisdienstes an, die unter anderem die pastoral qualifizierte Begleitung der Trauernden und die Leitung der Begräbnisfeier beinhaltet. In dem modular aufgebauten, 120 Wochenstunden umfassenden Kurs werden in Abstimmung mit der jeweiligen Heimatpfarrei eine tragfähige theologische Grundlage sowie liturgische und homiletische Kenntnisse vermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben darüber hinaus psychologische und kommunikative Kompetenzen und erhalten praktische Einblicke in die Abläufe eines Begräbnisses.

„Es ist die Aufgabe der Kirche, Menschen in ihrer Trauer zu begleiten – nicht nur der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger, sondern aller Christen. Nach dem Tod eines geliebten Menschen wollen wir Angehörigen und Freunden zur Seite stehen, aus unserem Glauben heraus Trost spenden und dies auch in Zeichen und Worten zum Ausdruck bringen. Jede Seelsorgerin und jeder Seelsorger weiß, wie wichtig das ist“, erklärt Kardinal Reinhard Marx. „Es ist mir ein großes Anliegen, diesen Dienst auch für Ehrenamtliche zu öffnen, die sich gut darauf vorbereitet haben, und ich hoffe, dass sich viele auf den Weg machen, damit wir für alle Verstorbenen einen würdigen Abschied gestalten und für ihre Angehörige da sein können.“ Der Erzbischof von München und Freising hat das Thema aufgegriffen, das auch vom Synodalen Gremium der Erzdiözese im Frühjahr 2025 empfohlen worden war, ausgehend vom Synodalen Weg und den im Synodalforum 3, „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“, erarbeiteten Vorschlägen zur „Weiterentwicklung des Verkündigungsamtes“.

Die Ehrenamtlichen sollen den Begräbnisdienst der Hauptamtlichen je nach lokalen Möglichkeiten und dem Bedarf vor Ort ergänzen. Während der Ausbildung steht ihnen eine erfahrene Seelsorgerin oder ein erfahrener Seelsorger aus der Heimatpfarrei als Tutorin oder Tutor zur Seite. In Begleitgruppen können sie sich über den Stand der Ausbildung, die Inhalte und aktuelle Herausforderungen austauschen und gegenseitig unterstützen. Am Ende des Kurses, dessen Umfang durch entsprechende Vorkenntnisse und Qualifizierungen verkürzt werden kann, erfolgt die Abschlussprüfung in Form eines Online-Wissenstests, eines Fallberichts aus der Hospitation in der Pfarrgemeinde und einer Traueransprache mit Fürbitten auf Basis eines Musterfalls. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Ehrenamtlichen die bischöfliche Beauftragung zur Begräbnisleiterin oder zum Begräbnisleiter. (hor)  

Kontakt für Medien- und Presseanfragen

Kapellenstraße 4

80333 München

089 2137-1263
089 2137-271478