München, 23. September 2026. Unter dem Leitwort „Zehn Jahre zusammen unterwegs“ steht das diesjährige Friedensgebet der Religionen am Dienstag, 29. September, um 19 Uhr in der ehemaligen Karmeliterkirche (Karmeliterstraße 1) in München. Es wird vom Rat der Religionen veranstaltet. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Münchner Religionsgemeinschaften lesen und rezitieren Texte aus ihren jeweiligen Heiligen Schriften, singen und sprechen Gebete aus ihren Traditionen. Verena Dietl, dritte Bürgermeisterin der Stadt München, spricht zum 10-jährigen Bestehen ein Grußwort. Es spielt der Evangelische Dekanatsposaunenchor unter der Leitung von Michael Kurzmann, ein Projektchor unter der Leitung von Peter Schneider singt Lieder aus dem Liederbuch „Pray for Peace“. Im Anschluss an das Gebet findet ein Empfang in der Karmeliterkirche statt.
„Der Rat der Religionen München hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens immer wieder durch gemeinsame Stellungnahmen bei aktuellen Ereignissen zu Wort gemeldet, wechselseitige Solidarität gezeigt und wichtige Zeichen gesetzt, dass die Religionsgemeinschaften in München gemeinsam für den Frieden eintreten. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben. Ein regelmäßiger Dialog zwischen ihren Vertretern ist die entscheidende Basis dafür“, sagt Christoph Klingan, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Rats der Religionen. Weiter erklärt er: „Andererseits führten der Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 und die folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten auch zu Zerwürfnissen zwischen einzelnen Partnern, die bis heute nicht wieder geheilt sind. Wir wollen weiter daran arbeiten, dass wieder alle Religionsgemeinschaften in München an einem Tisch sitzen können und sind offen für die Mitarbeit weiterer Religionsgemeinschaften aus der Münchner Stadtgesellschaft.“
Bernhard Liess, Stadtdekan im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München, sagt: „Wer anderen Religionen mit Offenheit, Toleranz und Respekt begegnet, wird selbst bereichert und im eigenen Glauben gestärkt. Wo Religionen einander friedlich begegnen und aufeinander hören, wird die Gesellschaft menschlicher.“
Neben Generalvikar Klingan und Stadtdekan Liess nehmen an dem Gebet teil: Rabbiner Tom Kučera von der Liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom; Imam Belmin Mehic für das Münchner Forum für Islam; Ergün und Yasemin Erdoğan für die Alevitische Gemeinde München; der bulgarisch-orthodoxe Erzpriester Nedialko Kalinov; Erika Grimm für die Deutsche Buddhistische Union; Sandra Schönitzer für die Baha’i-Gemeinde; und Heide Duckert für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.
Der Rat der Religionen in München wurde im Juli 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften vor Ort zu stärken und durch Dialog und Beratung das gegenseitige Verständnis und Zusammenleben in der Stadtgesellschaft zu verbessern. (hor)