Kardinal Marx: „Menschen, die beten, werden verändert“

Feierliche Rosenkranzfeier an der Münchner Mariensäule /  Viele Andachten im Rosenkranzmonat

München, 13. Oktober 2026. Kardinal Reinhard Marx hat das Beten beim traditionellen Oktoberrosenkranz auf dem Münchner Marienplatz als „Horizonterweiterung des Lebens“ gewürdigt. „Menschen, die beten, werden verändert“, sagte er in seiner Predigt am Dienstagabend, 13. Oktober, im Herzen der Altstadt. Wer „in der Spur Jesu, an der Hand der Muttergottes“ bete, könne nicht gewalttätig sein oder hassen, zeigte sich der Erzbischof von München und Freising überzeugt. „Das Gebet eröffnet neue Horizonte. Es schenkt Geborgenheit, Fülle, Liebe und Kraft, die uns befähigt, unser Leben im Zeichen der Hoffnung zu leben.“

Dass der Oktoberrosenkranz alljährlich öffentlich gefeiert werde, habe eine besondere Bedeutung. „Wir tun es öffentlich, um der Stadt unser Gebet zu schenken und all ihren Bürgern, unserem Vaterland und allen Menschen in der Welt. Dass wir wissen, wir sind nicht allein – im Leben und im Sterben nicht.“ Besonders schloss der Kardinal Papst Leo XIV. in sein Gebet ein, der gegenwärtig wegen einer Lungenerkrankung behandelt werden muss.

In zahlreichen katholischen Gemeinden kommen im Rosenkranzmonat Oktober Gläubige zu regelmäßigen Andachten zusammen, die die Gottesmutter Maria in den Mittelpunkt stellen. So etwa auch bei der Heiligen Messe zum katholischen Fest „Señor de los Milagros“ („Herr der Wunder“), die die spanischsprachige katholische Gemeinde der Erzdiözese am Sonntag, 18. Oktober, um 14 Uhr im Münchner Dom feiert. Das bereits zum zweiten Mal in München begangene „Fest des Glaubens“ steht vor allem bei den Katholiken in Spanien, Latein-, Mittel- und Nordamerika sowie in Äquatorialguinea hoch im Kurs. Nach der überwiegend auf Spanisch und Deutsch zelebrierten Messe wird ab 15 Uhr ein Gnadenbild von Jesus Christus, des „Herrn der Wunder“, in einer Prozession vom Dom über die Weinstraße und die Kaufingerstraße zurück zum Dom getragen, wo im Anschluss eine Marienandacht stattfindet.

Dass der Oktober als Rosenkranzmonat gilt, geht zurück auf die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571, bei der die christlichen Mittelmeermächte überraschend über das Osmanische Reich siegten. Da Rosenkranz-Bruderschaften am Tag der Schlacht um den Sieg gebetet hatten, führte Papst Pius V. für den Jahrestag ein Rosenkranzfest ein. Es wird jedes Jahr am 7. Oktober als „Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz“ begangen. Papst Leo XIII. nahm es zum Anlass, die Gläubigen zum täglichen Rosenkranzgebet im ganzen Oktober aufzurufen. Dabei wird eine festgelegte Abfolge der Grundgebete Vater Unser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater gebetet und entlang einer Gebetskette abgezählt. (uq)

 

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