München, 2. November 2026. Der Heilige Martin von Tours als Vorbild für Nächstenliebe steht im Mittelpunkt von Gottesdiensten, Umzügen und Martinsspielen rund um seinen Gedenktag, den 11. November. Zahlreiche Pfarreien, Kindertagesstätten und kirchliche Einrichtungen im Erzbistum München und Freising erinnern an den populären Heiligen und seine Solidarität mit den Armen.
Die Stadtkirche Landshut feiert ihr Patrozinium mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 8. November, um 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin, musikalisch gestaltet mit Franz Schuberts Messe in C-Dur. Am Sonntagnachmittag um 17 Uhr beginnt das Martinsspiel der Ministrantinnen und Ministranten von St. Jodok vor dem Hauptportal von St. Jodok in der Freyung. Von dort zieht der Laternenzug zur Pfarrkirche St. Martin. Angeführt wird der Umzug von einem Martinsdarsteller auf einem Pferd, musikalisch begleitet von den Landshuter Turmbläsern. Vor dem Hauptportal endet die Feier mit dem Segen und Brezen für die Kinder.
In Freising veranstalten die Städtische Musikschule und der Stadtheimatpflege-Verein alljährlich einen eindrucksvollen Martinszug. Heuer beginnt er am Sonntag, 8. November, um 17.30 Uhr auf dem Freisinger Marienplatz mit Liedern und Geschichten über den Heiligen. Begleitet von vielen Kindern und ihren Familien führt eine als Sankt Martin gewandete Reiterin ab 18 Uhr den Laternenzug durch die Freisinger Innenstadt hinauf zum Domberg an. Weihbischof Wolfgang Bischof spendet dort gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Meye Hoesch de Orellana den Segen, zudem wird das Spiel von der Mantelteilung vor der erleuchteten Domkirche dargestellt und das Martini-Feuer entzündet.
Kinder und Erwachsene in München erinnern mit einem Schauspiel und einem Umzug am Mittwoch, 11. November, an den Heiligen Martin. Zum Auftakt gestalten Jugendliche der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) München und Freising gemeinsam mit den Chören der Münchner Domsingschule und den Bläsern der Dommusik ein Martinsspiel, das um 16.30 Uhr auf dem Frauenplatz vor dem Hauptportal des Domes beginnt. Anschließend führt der Martinszug der Münchner Innenstadtpfarreien entlang der Löwengrube und Ettstraße zur Jesuitenkirche St. Michael in der Neuhauser Straße, wo eine kurze Andacht mit Martinsliedern gefeiert wird. Zum Abschluss gibt es gebackene Martinsgänse für die Kinder. Bei schlechtem Wetter entfällt der Laternenzug. Die Andacht findet dann um 16.30 Uhr direkt in St. Michael statt. Im Karmelitersaal München (Karmeliterstraße 1) findet am Mittwoch, 11. November, um 18 Uhr die Aktion Wilde Tafel statt. Die Erzdiözese München und Freising lädt Bedürftige zu einem Drei-Gänge-Menü mit Wildbret ein, die bayerischen Jägerinnen und Jäger unterstützen an diesem Abend beim Servieren. Vor dem Abendessen werden kostenlose Haarschnitte angeboten, die bayerische Volksmusik- und Kabarett-Gruppe „Wellküren“ übernimmt das kulturelle Begleitprogramm. Die Pfarrei Mariahilf in der Au feiert das Martinsfest am Freitag, 13. November, gemeinsam mit dem Netzwerk Wohnungslosenhilfe. Die Feier beginnt um 16.45 Uhr mit einem Martinsspiel in der Pfarrkirche Mariahilf, der Martinszug über den Mariahilfplatz schließt sich an. Zum Abschluss sind alle eingeladen, den Nachmittag an der Feuerschale bei Punsch und St.-Martins-Gänsen gemeinsam ausklingen zu lassen.
Der Heilige Martin von Tours, Frankreich, ist durch seine Solidarität mit den Armen und Schwachen bis heute ein Vorbild. Der Legende nach teilte der Soldat Martin mit dem Schwert seinen Mantel, um einem frierenden Bettler zu helfen. Nachdem Martin die Armee verlassen hatte, lebte und wirkte er unter anderem in der Gegend von Poitiers. Um 372 wurde er von Volk und Klerus zum Bischof von Tours gewählt. Der Überlieferung nach wollte er das Amt zunächst nicht annehmen, da er sich nicht würdig genug dafür fühlte, und versteckte sich in einem Gänsestall, wo ihn die schnatternden Vögel verrieten. (glx)
Hinweis:
Pressevertreterinnen und -vertreter, die über die Aktion Wilde Tafel berichten wollen, melden sich bitte per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de oder telefonisch unter 089 / 2137 – 1263. Aus Rücksicht auf den Ablauf der Veranstaltung ist eine Berichterstattung mit Bewegtbild leider nicht möglich.